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Start: Ehemaliger Eingang Lettow-Vorbeck-Kaserne, Wilsonstraße 65, Hamburg-Jenfeld, nahe Busstation Köpenicker Straße
Tür an Tür mit Trotha – Koloniale und nationalsozialistische Verflechtungen im Jenfelder Au
Wir begehen das Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne, benannt nach dem rechtsextremen General Paul von Lettow-Vorbeck (1870-1960) in Hamburg-Jenfeld. Dort begegnen […]
Wir begehen das Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne, benannt nach dem rechtsextremen General Paul von Lettow-Vorbeck (1870-1960) in Hamburg-Jenfeld. Dort begegnen uns zahlreiche Bezüge zur ehemaligen Kolonie “Deutsch-Ostafrika”, den heutigen Ländern Tansania, Burundi und Ruanda.
Fassadenmedaillons “schmücken” Kasernengebäude, darunter auch Lothar von Trothas Porträt. Im Haus des Völkermörders gingen bis vor Kurzem Studierende der Bundeswehr-Universität ein und aus. Lothar von Trotha (1848-1920), der Kommandeur der Schutztruppe in “Deutsch-Südwestafrika”, dem heutigen Namibia, erließ den „Vernichtungsbefehl” gegen die OvaHerero und Nama.
Das denkmalgeschützte Ensemble von Kolonialdenkmälern, Kasernengebäuden und dem Exerzierplatz aus der Zeit des Nationalsozialismus befindet sich heute inmitten des neuen Wohngebiets Jenfelder Au. Wie gehen die Stadt und die Bundeswehr-Universität heute mit den mächtigen Spuren um, welche Forderungen gibt es von Verbänden der OvaHerero und Nama und postkolonialen Initiativen? Wir beleuchten auch die Verflechtungen von Kolonialismus und Nationalsozialismus sowie die aktuelle Debatte rund um die historische und erinnerungspolitische Einordnung der Shoa und der Kolonialverbrechen.
Dauer: 1,5 h
Momentan gibt es keine öffentlichen Termine. Buchungen für Gruppen sind möglich. In der Regel mittwochs, freitags, samstags und sonntags von März bis Oktober. Interesse? Anfragen an: hallo@bildungsbuero-hamburg.de